Laura Wontorra gehört zu den bekanntesten deutschen Fernsehmoderatorinnen und Sportjournalistinnen. Mit ihrer professionellen Art, ihrem selbstbewussten Auftreten und ihrer Begeisterung für Fußball hat sie sich in der deutschen Medienlandschaft etabliert. Sie moderiert sowohl große Sportübertragungen als auch Unterhaltungssendungen und erreicht dadurch ein vielseitiges Publikum.
Besonders bekannt ist sie durch Formate wie „Ninja Warrior Germany“, „Grill den Henssler“ und „Deutschland sucht den Superstar“. Ihre Karriere zeigt, wie sich journalistische Ausbildung, praktische Erfahrung und persönliche Leidenschaft miteinander verbinden lassen, um langfristig im Fernsehen erfolgreich zu sein.
Geburt, Herkunft und frühe Interessen
Laura Wontorra wurde am 26. Februar 1989 in Bremen geboren. Sie wuchs in einem Umfeld auf, in dem Medien und Sport eine wichtige Rolle spielten. Schon früh entwickelte sie eine Begeisterung für Fußball, die später auch ihre berufliche Laufbahn beeinflussen sollte. Bremen ist eng mit dem deutschen Fußball verbunden, insbesondere durch den traditionsreichen Verein Werder Bremen.
Die sportliche Atmosphäre der Stadt bot einen passenden Hintergrund für ihre Interessen. Dennoch beruhte ihre spätere Karriere nicht allein auf ihrer Herkunft, sondern auch auf ihrer Ausbildung und den Erfahrungen, die sie während ihrer ersten beruflichen Stationen sammelte.
Die Familie von Laura Wontorra
Laura Wontorra ist die Tochter des bekannten Sportjournalisten und Fernsehmoderators Jörg Wontorra. Ihr Vater prägte über Jahrzehnte die deutsche Sportberichterstattung und wurde durch zahlreiche Fußballsendungen und Interviews bekannt. Ihre Mutter Ariane Wontorra arbeitete ebenfalls im Medienbereich. Durch diese familiären Einflüsse erhielt Laura früh Einblicke in die Welt des Journalismus und der Fernsehproduktion.
Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr eigener beruflicher Erfolg selbstverständlich war. Um sich als Moderatorin zu etablieren, musste sie praktische Erfahrungen sammeln, journalistische Fähigkeiten entwickeln und ihre eigene Persönlichkeit vor der Kamera finden.
Ausbildung und Studium
Nach dem Abitur entschied sich Laura Wontorra für ein Studium des Medienmanagements mit dem Schwerpunkt Public Relations und Kommunikation an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln. Ihr Studium absolvierte sie von 2008 bis 2011. Während dieser Zeit sammelte sie durch Praktika zusätzliche Erfahrungen, unter anderem im Umfeld des 1. FC Köln und bei der BMW Group.
Diese Tätigkeiten halfen ihr, verschiedene Bereiche der Kommunikation kennenzulernen und die Verbindung zwischen Medien, Öffentlichkeit und Sport besser zu verstehen. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung bildete eine wichtige Grundlage für ihren späteren Einstieg in den Fernsehjournalismus.
Der Einstieg bei Sky Deutschland
Nach ihrem Studium begann Laura Wontorra ihre journalistische Laufbahn bei Sky Deutschland. Dort absolvierte sie ab 2011 ein Volontariat und arbeitete anschließend als Moderatorin, Reporterin und Field-Reporterin. Diese Positionen ermöglichten ihr, unterschiedliche Aspekte der Sportberichterstattung kennenzulernen.
Als Reporterin muss man Informationen schnell einordnen, Interviews führen und auch unter Zeitdruck verständlich berichten können. Bei Liveübertragungen kommt hinzu, dass unerwartete Situationen souverän bewältigt werden müssen. Ihre Erfahrungen bei Sky halfen ihr, diese Fähigkeiten auszubauen und sich auf die besonderen Anforderungen des Sportfernsehens vorzubereiten.
Der Wechsel zu SPORT1
Im Jahr 2013 wechselte Laura Wontorra zu SPORT1. Dort moderierte sie unter anderem Fußballsendungen zur zweiten Bundesliga und berichtete über Spiele der UEFA Europa League. Ihre Arbeit brachte sie regelmäßig in direkten Kontakt mit Spielern, Trainern und Vereinsvertretern. Dadurch konnte sie ihre Interviewtechnik verbessern und ein Gespür dafür entwickeln, welche Fragen für Zuschauer besonders interessant sind.
Sportjournalismus verlangt nicht nur Fachwissen, sondern auch die Fähigkeit, sportliche Ereignisse verständlich zu erklären und unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen. Mit ihren Auftritten bei SPORT1 gewann Wontorra zunehmend an Bekanntheit und baute ihre Position als Sportmoderatorin weiter aus.
Karriere bei RTL und NITRO
2017 wechselte Laura Wontorra zur RTL-Gruppe. Dort übernahm sie verschiedene Aufgaben in der Sportberichterstattung und moderierte unter anderem Fußballformate bei NITRO. Sie begleitete internationale Wettbewerbe und berichtete über die deutsche Fußballnationalmannschaft. Mit der Zeit erweiterte sie ihre Tätigkeit über den Sport hinaus und wurde auch für Unterhaltungssendungen eingesetzt.
Dieser Wechsel zeigte ihre Vielseitigkeit, denn die Moderation einer Unterhaltungsshow verlangt andere Fähigkeiten als die Begleitung eines Fußballspiels. Während im Sport häufig schnelle Analysen und spontane Interviews gefragt sind, stehen bei Unterhaltungssendungen Timing, Gesprächsführung und der Umgang mit Gästen im Vordergrund. Wontorra konnte sich in beiden Bereichen etablieren.
Ninja Warrior Germany Eine besondere Herausforderung
Einem breiten Fernsehpublikum wurde Laura Wontorra auch durch „Ninja Warrior Germany“ bekannt. In der Wettkampfshow stellen sich Teilnehmer anspruchsvollen Hindernisparcours, die Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Geschicklichkeit erfordern. Wontorra gehörte über viele Jahre zum Moderationsteam der Sendung und arbeitete dabei unter anderem mit Jan Köppen und Frank Buschmann zusammen.
Die Moderation verlangt, sportliche Leistungen einzuordnen und gleichzeitig die persönlichen Geschichten der Teilnehmer hervorzuheben. Spannung, Emotionen und spontane Reaktionen gehören zum Konzept der Sendung. Ihre langjährige Tätigkeit in diesem Format trug dazu bei, dass sie auch außerhalb der klassischen Fußballberichterstattung zu einer bekannten Fernsehpersönlichkeit wurde.
Grill den Henssler und Unterhaltung im Fernsehen
Seit 2020 moderiert Laura Wontorra die VOX-Kochshow „Grill den Henssler“. In diesem Format treten prominente Gäste gegen den Koch Steffen Henssler an und versuchen, ihre Gerichte erfolgreich zuzubereiten. Die Sendung verbindet Kochen, Wettbewerb und Unterhaltung. Für Wontorra bedeutet dies, Gespräche zu führen, die Abläufe zu koordinieren und für eine lebendige Atmosphäre zu sorgen.
Anders als bei einer klassischen Sportübertragung steht hier nicht das Ergebnis eines Fußballspiels im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel von prominenten Gästen, kulinarischen Herausforderungen und humorvollen Situationen. Die Sendung unterstreicht ihre Fähigkeit, unterschiedliche Fernsehformate zu moderieren und sich auf verschiedene Zielgruppen einzustellen.
Deutschland sucht den Superstar und weitere Formate
Laura Wontorra übernahm ab 2023 auch Moderationsaufgaben bei „Deutschland sucht den Superstar“, kurz DSDS. Die Castingshow begleitet Sängerinnen und Sänger, die sich vor einer Jury beweisen und auf eine musikalische Karriere hoffen. Als Moderatorin unterstützt sie die Präsentation der Sendung und begleitet Kandidaten durch wichtige Momente des Wettbewerbs.
Ihre Erfahrung aus dem Live-Sport hilft ihr dabei, mit Zeitdruck und emotionalen Situationen umzugehen. Darüber hinaus war sie an weiteren Unterhaltungsprojekten beteiligt. Ihre Vielseitigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil ihres beruflichen Profils, weil sie sowohl sachliche Berichterstattung als auch lockere Unterhaltung überzeugend präsentieren kann.
Rückkehr zu RTL Sport und die Fußball-WM 2026
Im Sommer 2025 kehrte Laura Wontorra in das Sportteam von RTL zurück. Dort moderierte sie unter anderem Übertragungen von Spielen der deutschen Fußballnationalmannschaft und der zweiten Bundesliga. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde sie außerdem als Moderatorin für MagentaTV angekündigt. Geplant waren Einsätze aus dem Studio in New York sowie von wichtigen Spielen direkt aus den Stadien.
Gemeinsam mit ihrem Vater Jörg Wontorra entstand zudem die Dokumentationsreihe „Wontorras World Cup – Vater. Tochter. WM.“, in der beide die Gastgeberländer der Weltmeisterschaft erkundeten. Dieses Projekt verbindet Fußballberichterstattung mit persönlichen Erinnerungen und der Perspektive zweier Generationen des Sportjournalismus.
Privatleben und Beziehungen
Auch das Privatleben von Laura Wontorra interessiert viele Menschen. Von 2016 bis 2022 war sie mit dem Fußballspieler Simon Zoller verheiratet. Nach der Trennung gingen beide ihre eigenen Wege. Im Oktober 2026 wurde außerdem öffentlich berichtet, dass Wontorra mit dem Sportmoderator Riccardo Basile ihr erstes Kind erwartet.
Solche persönlichen Entwicklungen stehen häufig im Fokus der Medien, sollten jedoch respektvoll behandelt werden. Wontorra ist vor allem durch ihre beruflichen Leistungen bekannt geworden und hat sich über Jahre hinweg ein eigenständiges Profil aufgebaut. Ihre private Situation ist nur ein Teil ihrer Geschichte und sollte nicht die Bedeutung ihrer journalistischen Arbeit überdecken.
Fazit
Laura Wontorra hat sich von einer jungen Sportjournalistin zu einer der bekannten Moderatorinnen des deutschen Fernsehens entwickelt. Ihr Weg führte über ein Studium des Medienmanagements und erste Erfahrungen bei Sky Deutschland zu SPORT1, RTL und weiteren großen Medienplattformen. Mit Fußballübertragungen, „Ninja Warrior Germany“, „Grill den Henssler“ und „Deutschland sucht den Superstar“ bewies sie, dass sie unterschiedliche Formate souverän begleiten kann.
Ihre journalistische Ausbildung, ihre Begeisterung für Sport und ihre professionelle Präsenz bilden wichtige Grundlagen ihrer Karriere. Auch mit ihren Aufgaben rund um die Fußball-WM 2026 bleibt sie eine prägende Persönlichkeit der deutschen Sport- und Unterhaltungsberichterstattung.
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